09.10.2007

Nachrichtenarchiv 09.10.2007 17:42 UNICEF: Südafrikas Regierung vernachlässigt HIV-positive Kinder

Das UNO-Kinderhilfswerk hat der südafrikanischen Regierung vorgeworfen, Kleinkinder mit HIV und Aids zu vernachlässigen. Die Hälfte der 100.000 HIV-positiven Kinder, die jedes Jahr in Südafrika geboren würden, müssten deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit vor ihrem zweiten Lebensjahr sterben. Das erklärte die UNICEF-Exekutivdirektorin Veneman. Dies sei inakzeptabel. Die Regierung dürfe diese Kinder nicht einfach vergessen. Nach UNICEF-Schätzungen erhalten zur Zeit nur zehn bis 15 Prozent der aidskranken Kleinkinder Medikamente, die ihr Überleben sichern. Dies sei zwar ein Fortschritt gegenüber 2005, als nur fünf Prozent dieser Kinder die lebensrettenden Medikamente erhielten, aber immer noch zu wenig. UNICEF schätzt, dass in Südafrika derzeit pro Jahr 400.000 Erwachsene und Kinder an Aids sterben.