24.09.2007

Nachrichtenarchiv 24.09.2007 10:46 Bischof Müller präzisiert "Null-Tolenaz"-Politik gegen Pädophile

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat seine angekündigte "Null-Toleranz"-Politik im Umgang mit pädophilen Priestern präzisiert. Auf Differenzierungen, wie es sie im Zusammenhang mit dem jetzt erneut unter Tatverdacht stehenden 39-jährigen Priester in seinem Bistum gegeben habe, werde er sich nicht mehr einlassen. Das sagte Müller in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) heute in Regensburg. Wenn einer etwas getan habe, was nicht mit dem Priestertum vereinbar sei, werde er aus dem Klerikerstand entfernt. In seinem Bistum komme ein Seelsorgeeinsatz dann nicht mehr in Frage. Im Fall des früheren Riekofener Pfarrers sei dessen Wiedereinsatz in der Seelsorge jedoch noch vor seinem Amtsantritt als Bischof von Regensburg in verschiedenen Phasen vorbereitet worden, erinnerte Müller. Er selber habe die Entscheidung dann nur noch übernommen. "Aus der jetzigen Erfahrung heraus würde das nicht mehr so gehandhabt", erklärte Müller.