25.05.2007

Olympiapfarrer Schütt fordert von den Dopingsündern Einsatz in der Prävention „Doping ist ein gesamt-gesellschaftliches Thema“

Vor dem Hintergrund der öffentlichen Dopingbeichten zahlreicher deutscher Radsportler hat der Sportbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz Hans-Gerd Schütt darauf hingewiesen, dass Doping nicht nur ein Problem des Sports sei. Dort werde nur deutlich, was auch in weiteren Bereichen der Gesellschaft ein Problem sei.„Olympiapfarrer“ Schütt sagte im domradio-Interview: „Wenn man beispielsweise in die Berufswelt oder in den Breitensport hineinschaut wird sehr deutlich, wie viel Menschen nur noch mit Anabolika und anderen Substanzen ihre Leistung erbringen oder zumindest eine Fassade aufbauen. Hier wird deutlich, dass das Doping ein gesamt-gesellschaftliches Thema ist!“ Für den Radsport erwartet Sportpfarrer Schütt einen Befreiungsschlag und Neuanfang. Im ganzen Sportbereich müsse man aber gerade jetzt in der sportlichen Jugend- und Nachwuchsarbeit verstärkt Präventivmaßnahmen ergreifen und auf die Gefahren des Dopings hinweisen. Von den Dopingsündern erwartet Schütt, das sie dabei tatkräftige Hilfe leisten: „Da setzte ich große Hoffnungen in die geständigen Sportler, dass sie Ihre Erfahrungen dabei einbringen!“. Ein alleiniger Abgleich der nationalen und internationalen Anti-Doping-Gesetze stelle für ihn noch keine Lösung des Problems dar: „Da führt kein Weg dran vorbei. Wir werden die Kontrollen intensivieren müssen, wir werden nicht auf Kontrollen des Systems verzichten können“, so Schütt.