18.05.2007

Nachrichtenarchiv 19.05.2007 00:00 Afghanistan: deutsche Soldaten bei Anschlag getötet

Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans sind Soldaten der Bundeswehr ums Leben gekommen. Die Angaben deutscher und afghanischer Behörden sind jedoch unterschiedlich. Laut einem örtlichen Polizeichef starben drei deutsche Soldaten bei dem Anschlag auf einen Markt in Kundus. Der Gouverneur der Region erklärte, zwei Bundeswehrsoldaten seien tot, zwei weitere verletzt. Die vier Deutschen seien einkaufen gewesen. Auch elf Afghanen wurden nach Angaben des Gouverneurs verletzt. Ein Mitarbeiter des afghanischen Innenministeriums bestätigte den Tod von zwei Deutschen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hingegen bestätigte den Tod von deutschen Soldaten, legte sich aber nicht auf eine Zahl fest. - Seit Beginn des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan im Januar 2002 kamen deutsche 18 Soldaten ums Leben. - Bei Kämpfen im Osten Afghanistans sind 67 Taliban getötet worden. Das teilte ein Sprecher der afghanischen Armee mit. US-Truppen und afghanische Soldaten lieferten sich demnach am Abend ein Gefecht mit den Taliban. Es sei an Angriff aus dem Hinterhalt gewesen, anschließend seien die 67 Leichen entdeckt worden.