19.03.2007

Hintertür zurpränatalen Geschlechtsselektion geöffnet Geschlechtstests in der achten Woche

Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) verlangt das Verbot eines neuen Geschlechtstests für Embryos.
"Wir haben große Sorge vor Missbrauch", sagte GfH-Vorsitzender Peter Propping gegenüber "Focus". Mit dem Test des Unternehmens Plasmagen könnten Eltern schon ab der achten Schwangerschaftswoche und damit innerhalb der für eine Abtreibung gesetzten Frist das Geschlecht des Kindes feststellen. "Das Angebot kann eine Hintertür zur kriminellen blutigen pränatalen Geschlechtsselektion in Deutschland darstellen", so die GfH.

Zudem könnte der Geschlechtstest in Ländern wie Indien oder China auf rege Nachfrage stoßen, warnten die in der Gesellschaft zusammengeschlossenen Ärzte. Dort werden häufig gezielt weibliche Embryos abgetrieben.