13.03.2007

Nachrichtenarchiv 14.03.2007 00:00 DIW: Klimawandel hat 800 Mrd. Euro Kosten bis 2050 zur Folge

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt vor den finanziellen Folgen des Klimawandels. Laut einer heute veröffentlichten Studie entstehen bis Mitte des Jahrhunderts in Deutschland Kosten in Höhe von fast 800 Milliarden Euro. Abgesehen von Ausnahmen wie dem Tourismussektor werde sich der Klimawandel laut dem DIW auf fast alle Wirtschaftszweige negativ auswirken. Und zwar um so mehr, desto höher die Temperaturen steigen. Ziel müsse daher sein, sofort gegenzusteuern, forderte DIW-Umweltökonomin Kempfert. Die Expertin geht in ihren Berechnungen davon aus, dass ohne wirksame Maßnahmen die Oberflächentemperatur weltweit bis zum Jahr 2100 um 4,5 Grad steigen wird. Als Folge davon würden auch die Energiekosten steigen und die Schäden an der Infrastruktur nähmen durch zunehmende Stürme, Schnee und Hagel zu. Das DIW fordert deshalb eine Energie-Revolution in vier Punkten: Energie sparen und die Effizienz erhöhen, Umstieg auf CO2-arme Brenn- und Antriebsstoffe, technologische Innovationen und den drastischen Ausbau erneuerbarer Energien.