24.02.2007

Bischof Huber fordert beim traditionellen Matthiae-Mahl mehr Toleranz und wechselseitigen Respekt der Religionen "Dialog ist kein Bekehrungswettstreit"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, warnt vor einem Bekehrungswettstreit der Religionen. Das sei mit Dialog der Religionen nicht gemeint, sagte Huber beim traditionellen Hamburger Matthiae-Mahl am Freitagabend. Nötig seien vielmehr überzeugte Toleranz und wechselseitiger Respekt.

"Religion vermittelt den Menschen Halt"Ein fundamentalistischer Absolutheitsanspruch sei mit einem aufrichtigen Dialog der Religionen unvereinbar, betonte der EKD-Vorsitzende.Der Bischof sagte, Religion vermittle den Menschen Halt und könne auch Frieden und Gerechtigkeit fördern. Sie werde aber ebenfalls für Hass und Gewalt benutzt. Im Namen der Religion seien Menschen schon "schrecklich entwürdigt" worden. Die globalisierte Welt zeige beide Gesichter der Religion, sagte Huber.Zum traditionellen Matthiae-Mahl waren am Freitagabend rund 400 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und dem konsularischen Korps in das Hamburger Rathaus eingeladen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen die Themen "Europa" und "Dialog der Religionen". Das Matthiae-Mahl ist bereits seit 1356 historisch belegt: