22.02.2007

Nachrichtenarchiv 23.02.2007 00:00 Kölner Erzbischof gibt Bischof Mixa Recht – Ehe und Familie haben Priorität

In die aktuelle Debatte um die richtige Familienpolitik und die Pläne von Familienministerin von der Leyen hat sich jetzt auch der Kölner Kardinal Joachim Meisner eingeschaltet. In einer Stellungnahme gegenüber dem domradio stellte sich der Erzbischof von Köln hinter den Augsburger Bischof Walter Mixa und betonte, dass Kinderkrippen immer nur für den Ernst- und Ausnahmefall notwendig seien. Er habe am eigenen Leib bitter in der DDR erfahren, dass es eine Fehlentwicklung sei, wenn Kinderkrippen als Alternative zur Familie betrachtet würden.Kardinal Meisner sagte im domradio wörtlich: „Das Thema Ehe und Familie ist ein ganz brennendes Thema. Und es hat bis jetzt in der Kirche, solange die Kirche existiert, immer Priorität. Und darum fühlt sich die Kirche auch zu dieser Thematik zuständig. Ehe und Familie gehört zu den Konstanten der Schöpfungsordnung. Und wenn wir dieser Absicht der Schöpfungsordnung gerecht werden wollen, müssen wir klar und eindeutig sagen, dass die Familie der natürliche Raum ist, in dem sich kleine Kinder und Größere entfalten können, so dass sie in ihrem Leben wirkliche Persönlichkeiten sind, die auch den Anforderungen des Lebens positiv entsprechen können. Die Kinderkrippe ist in der Bibel eigentlich ein Provisorium. Und wenn man daraus eine permanente Einrichtung macht gleichsam als Alternative zur Familie, dann ist das eine Fehlentwicklung. Ich habe das am eigenen Leib und bitter in der DDR erfahren müssen. Und wir sollten das jetzt nicht nachahmen. Krippenplätze sind nötig für den Ernstfall, für den Ausnahmefall. Und so muss ich auch den Ausführungen von Bischof Mixa Recht geben. Wir sind verpflichtet, um des Heiles unseres Volkes Willen, so eindeutig in dieser Sprache zu votieren.“