12.02.2007

Studie: Große Mehrheit der Deutschen ist glücklich Am besten verliebt in den Süden

Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland empfinden sich als glücklich. Das geht aus eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Zeitschrift "emotion" hervor, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Am häufigsten fühlen die Deutschen sich demnach im Urlaub oder beim Verliebtsein glücklich.

"Jeder ist seines Glückes Schmied" Beim Glück geht es den wenigsten dabei um die Jagd nach einem euphorischen Moment, erläuterte Renate Köcher, die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach. Vielmehr bezeichneten die Befragten es zu 77 Prozent als Glück, zu lieben und geliebt zu werden. 75 Prozent definierten "Zufriedenheit" als Glück, 62 Prozent die Fähigkeit, sich über kleine Dinge zu freuen. Dem Spruch "Jeder ist seines Glückes Schmied" stimmt offenbar die Mehrheit zu: Nur zwölf Prozent der Befragten empfinden Glück als etwas Schicksalhaftes, das man nur begrenzt beeinflussen könne.Das Glücksgefühl ist nach Alter, Geschlecht und Bildungsgrad ungleich verteilt, so Köcher. Der Umfrage zufolge schätzen sich Frauen, jüngere und gebildetere Menschen häufiger als glücklich ein. An Geld zum großen Glück glaubt nur ein Fünftel der Deutschen. Nicht allzu viele Deutsche glauben überdies, dass Kinder sie glücklich machen: Nur 49 Prozent sehen in Nachwuchs den Schlüssel zum Glück.Raus aus dem typisch pessimistischen DenkenDer Trendforscher Matthias Horx kommentierte, eine immer größere Zahl der Deutschen breche aus dem typisch pessimistischen Denken aus und bemühe sich, am eigenen Glück zu arbeiten. Glück sei daher als "Resultat einer bewussten Bewältigung des Lebens und seiner Herausforderungen" zu definieren, wenn das Ergebnis eine höhere Genussfähigkeit und mehr Spaß an den Dingen sei.Die Psychologin Ann Elisabeth Auhagen ergänzte, der Glaube an einen höheren Sinn des Lebens sei sehr wichtig für das persönliche Glücksgefühl. Wer einen Sinn in seinem Leben sehe, werde insgesamt selbstbewusster, fühle sich wohler und könne so wiederum sein ganzes Leben positiv beeinflussen.Für die Studie wurden mehr als 1.700 repräsentativ ausgewählte Menschen zwischen 16 und 69 Jahren befragt.