09.02.2007

Lob für internationales Impf-Projekt für arme Länder Papst empfängt Finanzelite

Lob von Papst Benedikt XVI. für das internationale Impf-Projekt "Advance Market Commitment": Die Initiative, die die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen für arme Länder fördert, stelle sich einer der drängendsten Aufgaben der Gesundheitsfürsorge, sagte der Papst am Freitag bei einer Audienz für Finanzminister aus mehreren Staaten.

"Die Welt brauch Initiativen der Solidarität wie diese"Ziel sei es, Millionen Menschen, vor allem Kinder, vor Pandemien zu bewahren. Die Welt brauche Initiativen der Solidarität wie diese, betonte das Kirchenoberhaupt. Damit könne man "in dieser Phase der Globalisierung" Egoismus überwinden und zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker beitragen. Besorgt äußerte sich Benedikt XVI. über die wachsende Kluft zwischen den reichen und den armen Ländern, in denen die Armut noch zunehme.An der Audienz nahmen die Finanzminister Italiens, Großbritanniens, Kanadas und Russlands, aber auch der Präsident der Weltbank und die Königin von Jordanien teil. Benedikt XVI. erinnerte daran, dass die Kirche am 11. Februar den Welttag des Kranken begehe, der in diesem Jahr den Blick vor allem auf die unheilbar Kranken und auf Patienten im Endstadium richte.Papst fordert Freilassung aller Geiseln in KolumbienPapst Benedikt XVI. verlangt die Freilassung aller Geiseln in Kolumbien. Der lange Bürgerkrieg habe in dem südamerikanischen Land eine humanitäre Krise ausgelöst, die vor allem die Flüchtlinge treffe, sagte das Kirchenoberhaupt am Freitag beim Antrittsbesuch des neuen kolumbianischen Vatikan-Botschafters Juan Gomez Martinez. Daher müsse alles getan werden, "um das Land zu befrieden, den Familien ihre entführten Angehörigen zurückzugeben und Millionen Menschen wieder Sicherheit und ein normales Leben zu gewähren". Auf das Schicksal einzelner Personen, die teils seit Jahren in der Hand von Kidnappern sind, ging der Papst nicht ein.Kolumbien ist nach Angaben aus diplomatischen Kreisen das Land mit den meisten Entführungen weltweit. Bewaffnete Gruppen oder kriminelle Banden versuchten durch die Verschleppung vor allem von Ausländern Lösegeld zu erpressen oder politische Forderungen durchzusetzen.