06.02.2007

Fatah und Hamas treffen sich zu neuen Verhandlungen Palästinenser blicken nach Mekka

In Mekka, der heiligen Stadt der Muslime, kommen am Dienstag die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah zu Verhandlungen zusammen. Vermittler ist Saudi-Arabien, als Vorsitzender der Arabischen Liga. Die Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen sind gering.

Nach einer erneuten Eskalation der Gewalt in Palästina treffen sich Präsident Abbas von der Fatah, Regierungschef Hanija und Hamas-Exilchef Maschaal, um wieder nach einer Verhandlungslösung für Palästina zu suchen. Es geht um einen erneuten Waffenstillstand und den Beginn weiterer Gespräche über eine Einheitsregierung für Palästina. Thomas Birringer, Leiter des Länderbüros palästinensischer Autonomiegebiete der Konrad Adenauer Stiftung in Ramallah, vermutet, dass sich die Parteien in Mekka zumindest auf einen Waffenstillstand einigen. Es sei allerdings offen, wie lange dieser dann halte, so Birringer im domradio Interview.  Seit den Wahlen im vergangenen Jahr steckt die palästinensische Führung in der Krise. Überraschend hatte die Hamas damals deutlich gegen die bis dahin dominierende Fatah gewonnen.