30.10.2006

Nachrichtenarchiv 31.10.2006 00:00 Libanon-Mission gerät verstärkt ins politische Kreuzfeuer

Die Kritik am Libanon-Einsatz der Bundeswehr nimmt zu. Auch in den Reihen der großen Koalition wächst der Unmut, nachdem bekannt wurde, dass die deutschen Marineschiffe nur unter bestimmten Bedingungen in die entscheidende Sechs-Meilen-Zone dürfen. Der SPD-Verteidigungsexperte Jörn Thießen sagte: "Wenn der Einsatz keinen Effekt bringt, wird das die teuerste Seeübung, die wir bisher gemacht haben." Die FDP fordert einen Abbruch der Mission. Die Linkspartei sprach sich sogar dafür aus, schrittweise alle Bundeswehrsoldaten aus dem Ausland zurückzuholen. Hochrangige deutsche Generäle beklagen in der Debatte um Auslandseinsätze der Bundeswehr derweil einen Mangel an Strategie.