27.10.2006

Nachrichtenarchiv 28.10.2006 00:00 Bundeswehr: Vorfälle schon länger bekannt

Die Untersuchungen nach den Totenschändungen durch deutsche Soldaten in Afghanistan weiten sich aus. Hintergrund ist ein Zeitungsbericht, wonach die Bundeswehr in den vergangenen Jahren mehrfach auf die Vorfälle aufmerksam gemacht worden war: Wie die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf einen ehemaligen Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit meldet, waren Bundeswehroffiziere in Kundus gebeten worden, Berichten über Leichenschändungen nachzugehen. Dennoch sei nichts unternommen worden. Bundesverteidigungsminister Jungs kündigte in dem Blatt an, die Frage der Mitwisserschaft mit Hochdruck zu klären. Man müsse auf allen Ebenen hart durchgreifen und dürfe keine Toleranz dulden.