17.09.2006

Nachrichtenarchiv 18.09.2006 00:00 Knappe SPD-Wahlsiege in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl gestern in Mecklenburg-Vorpommern ist die SPD mit 30,2 Prozent der Stimmen zwar stärkste Kraft geblieben, musste aber massive Verluste hinnehmen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis fiel die CDU unterdessen geringfügig auf 28,8 Prozent zurück, die Linkspartei legte leicht auf 16,8 Prozent zu. Die FDP erreichte 9,6 Prozent und wird damit erstmals seit 12 Jahren wieder im Schweriner Landtag vertreten sein. Auch die rechtsextreme NPD schaffte mit 7,3 Prozent den Einzug ins Parlament. Die Grünen scheiterten dagegen mit 3,4 Prozent. Zur Regierungsbildung will die SPD nach Angaben von Ministerpräsident Harald Ringstorff nun Sondierungsgespräche mit der CDU und der Linkspartei führen. Wahlsieger der Abgeordnetenhauswahl in Berlin ist der regierende Bürgermeister Wowereit (SPD). Ihm stehen mit der Linkspartei und den Grünen zwei mögliche Koalitionspartner zur Verfügung. Wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht, konnte sich die SPD um 1,1 auf 30,8 Prozent der Zweitstimmen verbessern. Die CDU kam auf 21,3 Prozent, was einem Minus von 2,5 Punkten entspricht. Die Linkspartei verlor 9,2 Prozent und kam auf 13,4 Prozent, sie liegt damit nur noch knapp vor den Grünen, die sich um 4 auf 13,1 Prozent verbesserten. Die FDP fiel von 9,9 auf 7,6 Prozent zurück. Die sonstigen Parteien kommen auf 13,7 Prozent. Am besten schnitten dabei die Grauen mit 3,9 und die WASG mit 2,9 Prozent ab. Von den 78 Wahlkreisen konnte die SPD 40 gewinnen. 19 gingen an die CDU, 14 an die Linkspartei. Die Grünen konnten erstmals fünf Direktmandate erringen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 58 Prozent.