11.09.2006

Nachrichtenarchiv 12.09.2006 00:00 Benedikt XVI.: Erklärung der Welt ohne Gott geht nicht auf

Papst Benedikt XVI. hat sich gegen die Behauptung gewandt, dass die Naturwissenschaft den letzten Ursprung der Welt erklären könne. Die Erklärung der Welt und der menschlichen Vernunft gehe ohne Gott nicht auf, sagte das Kirchenoberhaupt heute bei seiner Predigt beim großen Papstgottesdienst auf dem Islinger Feld in Regensburg. Zu der Messfeier bei strahlendem Sonnenschein waren nach Angaben der Veranstalter 260.000 Menschen gekommen. Der Papst warf die Frage auf, ob am Anfang des Seins wirklich das Unvernünftige stehen könne, das "vernunftlos sonderbarerweise einen mathematisch geordneten Kosmos hervorbringt und auch den Menschen und seine Vernunft". Christen glaubten hingegen, dass "das ewige Wort, die Vernunft am Anfang steht und nicht die Unvernunft". Mit seinen Äußerungen meldete sich der Papst in einer Debatte zu Wort, die derzeit ausgehend von den USA weltweit unter Wissenschaftlern, Theologen und Philosophen geführt wird. Dabei geht es vor allem um die Bewertung der Evolutionstheorie und das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft.