01.09.2006

Nachrichtenarchiv 02.09.2006 00:00 Zug-Anschläge sollten schon während der WM verübt werden

Die fehlgeschlagenen Anschläge auf Regionalzüge sollten möglicherweise schon während der Fußball-WM verübt werden. Das hat sich einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge während der Vernehmung der Tatverdächtigen herausgestellt. Letztlich machten die mutmaßlichen Attentäter einen Rückzieher: ihnen seien Bedenken wegen der Risiken und Wirkungen gekommen. Inzwischen haben die Ermittler auch erste Erkenntnisse über die Motive der Verdächtigen gewonnen. BKA- Chef Ziercke sagte dem "Focus", die "Initialzündung" sei die Veröffentlichung der Mohammed- Karikaturen in deutschen Zeitungen gewesen. Ein weiteres Motiv sei der Tod des Top-Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi gewesen. - Am Abend wurde in Bayern ein Intercity wegen Bombenverdachts gestoppt. Auf der Fahrt von Mittenwald nach Dortmund entdeckten Zugbegleiter Drähte und weitere elektronische Bauteile an einem Abflussrohr. Offenbar handelte es sich um eine Bombenattrappe.