13.06.2006

Gottesdienst, Prozession und Schlussfeier trotz schlechten Wetters gut besucht Fronleichnam in Köln: Meisner ruft zur Rücksicht auf Schwache auf

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat zur Rücksicht auf Schwache und Kranke aufgerufen. "Achten wir in Liebe und Sorge auf alle, die an den Rand geraten sind und eine Randexistenz in der Kirche fristen", sagte er im Gottesdienst zum Fronleichnamsfest in Köln. Niemand dürfe auf der Strecke bleiben.

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat zur Rücksicht auf Schwache und Kranke aufgerufen. "Achten wir in Liebe und Sorge auf alle, die an den Rand geraten sind und eine Randexistenz in der Kirche fristen", sagte er im Gottesdienst zum Fronleichnamsfest in Köln. Niemand dürfe auf der Strecke bleiben. "Seien wir barmherzig, wenn wir zugunsten der Fußkranken den Weg nach vorn ein wenig verlangsamen müssen", appellierte Meisner.Die Fronleichnamsprozession diene nicht dazu, zu demonstrieren und zu protestieren, sondern Gott zu danken. Katholiken feiern Fronleichnam die Gegenwart Jesu in Brot und Wein. Zum Zeichen ihres Glaubens tragen sie das eucharistische Brot, die Hostie, durch die Straßen. Hören und lesen Sie die Predigt des Kardinals über die unten aufgeführten Verlinkungen.Die Prozession führte die Gläubigen durch die Straßen der Kölner Altstadt zur Statio an der Minoritenkirche und abschließend zurück in den Kölner Dom für die Schlussfeier mit dem sakramentalen Segen.Sequenz zu Fronleichnam* Deinem Heiland, deinem Lehrer, / deinem Hirten und Ernährer, / Sion, stimm ein Loblied an! Preis nach Kräften seine Würde,/ da kein Lobspruch, keine Zierde / seinem Ruhm genügen kann. Dieses Brot sollst du erheben, / welches lebt und gibt das Leben, / das man heut' den Christen weist. Dieses Brot, mit dem im Saale / Christus bei dem Abendmahle / die zwölf Jünger hat gespeist. Laut soll unser Lob erschallen / und das Herz in Freude wallen, / denn der Tag hat sich genaht, Da der Herr zum Tisch der Gnaden / uns zum ersten Mal geladen / und dies Mahl gestiftet hat. Neuer König, neue Zeiten, / neue Ostern, neue Freuden, / neues Opfer allzumal! (...)* Sequenz = gottesdienstlicher Gesang - Dieser Text geht zurück auf Thomas von Aquin (ca. 1225 bis 1274), Kirchenlehrer, herausragender Theologe und Philosoph