07.06.2006

Kardinal Meisner betont die Würde des Menschen Pfingsten

Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner hat in seiner Pfingstpredigt auf die Bedeutung der Menschenwürde hingewiesen. "Pfingsten heißt, tiefe Ehrfurcht zu haben vor uns selbst, die wir die Wohnung des Heiligen Geistes sein dürfen", sagte Meisner im Kölner Dom.

Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner hat in seiner Pfingstpredigt auf die Bedeutung der Menschenwürde hingewiesen. "Pfingsten heißt, tiefe Ehrfurcht zu haben vor uns selbst, die wir die Wohnung des Heiligen Geistes sein dürfen", sagte Meisner im Kölner Dom. Ein innerer Reichtum könne vor äußeren Demütigungen schützen. "Die Sklaven der ersten christlichen Zeiten lachten über die unwürdige Behandlung durch ihre Herren, denn sie wussten, dass sie ein Herz hatten, in dem der lebendige Gott selbst Wohnung genommen hat." In seiner Umwelt erfahre sich der Einzelne oft nur noch als Rädchen einer großen Maschine, sagte Meisner. Gott aber habe sich dem Menschen zugeneigt. Dies sei wahrscheinlich "der letzte Grund für die Gegnerschaft der so genannten Globalisierung". Allerdings seien die Menschen zu sehr auf die Äußerlichkeiten dieser Welt konzentriert, kritisierte der Kardinal. "Und darum gerät der innere Reichtum des Menschen in Vergessenheit." Die Menschen sollten sich wieder stärker Gott zuwenden, riet Meisner.