23.05.2006

Für die Unterbringung der Teilnehmer am Katholikentag ist gesorgt Wo schlafen und was essen 25.000 Dauergäste?

Rund 25.000 Dauergäste werden zum 96. Deutschen Katholikentag in Saarbrücken erwartet. Der größte Teil von ihnen benötigt für diese Zeit auch eine Unterkunft. Keine leichte Aufgabe für Uwe Röcher, Leiter des Teilnehmerservice des Katholikentags. Doch er ist zuversichtlich, dass alle, die ein Dach über den Kopf suchen, auch eines haben werden.

Rund 25.000 Dauergäste werden zum 96. Deutschen Katholikentag in Saarbrücken erwartet. Der größte Teil von ihnen benötigt für diese Zeit auch eine Unterkunft. Keine leichte Aufgabe für Uwe Röcher, Leiter des Teilnehmerservice des Katholikentags. Doch er ist zuversichtlich, dass alle, die ein Dach über den Kopf suchen, auch eines haben werden. 1.700 Betten in Hotels und Bildungshäusern seien belegt, nicht nur in Saarbrücken, sondern auch in der näheren Umgebung: drei Hotels in Kaiserslautern sowie jeweils eines in Zweibrücken, Sankt Ingbert und Wallerfangen.  In Jugend- und Bildungshäusern in Saarbrücken und Umgebung sind laut Röcher rund 500 Gäste untergebracht. Die Jugendherberge in Saarbrücken ist vollkommen ausgebucht. Darüber hinaus stehen das Bildungshaus in Kirkel, zwei Häuser in Wallerfangen und eines in Lebach zur Aufnahme von Gästen bereit. Bei der Unterbringung in Hotels sei es schwierig gewesen, allen Erwartungen gerecht zu werden, räumt Röcher ein. Bei vielen Teilnehmern sei zunächst einige Überzeugungsarbeit zu leisten gewesen, bevor ihnen ein Quartier außerhalb von Saarbrücken schmackhaft gemacht werden konnte. Auch die Unterbringung der Gäste in Privatquartieren verlief lange Zeit nicht nach Wunsch: „Es war ein bisschen zäh", erzählt Röcher. Doch die Saarländer haben vor allem gegen Ende der Vorbereitungszeit ihre Zurückhaltung abgelegt und sich zahlreich an der Aktion „Es muss ja nicht gleich ein Zimmer sein" beteiligt, die im Januar gestartet wurde. Mit dem Ergebnis ist Röcher mehr als zufrieden: rund 2.700 Katholikentagsteilnehmer werden privat untergebracht sein. Ein großer Teil der Gäste verbringt die Nächte in den Schulen im Stadtverband Saarbrücken. Insgesamt stehen rund 6.500 Schlafplätze in 20 Schulen für Gruppen, Einzelteilnehmer und Mitarbeiter des Katholikentags bereit, berichtet der für die Einteilung zuständige Mitarbeiter Benjamin Schütz. Davon seien bereits 6.300 vergeben. Zwei Schulen bieten auch Quartier für Kurzentschlossene, die spontan nach Saarbrücken kommen und einen Schlafplatz benötigen. Frauen aus den Kirchengemeinden vor Ort sind Ansprechpartner für die Gäste  und sorgen auch für ihr Frühstück. Die Pilger bekämen die Klassenräume  zur Verfügung gestellt, Schlafsack, Isomatte, Geschirr und Besteck müssten sie allerdings selbst mitbringen, so Schütz. Hinzu kommt die große Zahl der Teilnehmer am Katholikentag, die auf eigene Faust ein Hotelzimmer gesucht haben, ohne dabei die Hilfe des Teilnehmerservice in Anspruch zu nehmen. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass das verfügbare Hotelkontingent in der Region ausgelastet ist. „Jeder wird satt"„Essen hält Leib und Seele zusammen" - und das ist auf dem Katholikentag auch nicht anders. Bei rund 25.000 Dauerteilnehmern und 1.500 ehrenamtlichen Helfern bedeutet das einen hohen Organisationsaufwand. „Wir zählen auf die hiesige Gastronomie", sagt Matthias Scheller vom Katholikentag-Leitungsteam. Rund 20 Restaurants hätten sich an der Aktion „Katholikentagsteller" beteiligt, berichtet Scheller. Für fünf Euro bekämen Besucher ein Gericht und ein alkoholfreies Getränk.„Natürlich werden wir den Pilgern auch die Besonderheiten der saarländischen Küche präsentieren", sagt Klaus-Dieter Koch vom DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Saarland e.V. Er heißt nicht nur „Koch", sondern ist auch einer und kennt sich aus: „Generell sind allerdings Nudelgerichte und Salate im Kommen." Daher habe man es jedem Gastronom selbst überlassen, was er auf dem „Katholikentagsteller" anbieten möchte. „Empfehlen kann ich Lyoner Pfanne, das ist ein Wurstgericht." In einigen Restaurants werden die hungrigen Gäste auch auf typisch Saarländisches stoßen wie die „Dibbelabbes" (Kartoffelpuffer), „Hoorische" (längliche Klöße) oder „Geheiratete" (kleine Mehlklöße mit Dörrobst). „Wir haben hier saarländische und französische Spezialitäten, mexikanische, spanische und italienische Restaurants." Die Vielfalt sei genauso groß wie die Angebote beim Katholikentag: „Da ist für jeden Geschmack etwas dabei."Für die größte Verpflegungsstation auf dem Katholikentag hat Jürgen Kast, Geschäftsführer der Trägergesellschaft des Bistums Trier, einen exquisiten Speiseplan ausgetüftelt. Auch wenn sich das Angebot saarländischer Spezialitäten auf die Kartoffelsuppe beschränkt, können Pilger wie Helfer richtig schlemmen: „Wir haben von Donnerstag bis Samstag 30.000 Verpflegungseinheiten kalkuliert", sagt Kast. Für Donnerstag sieht der Speiseplan „Schweinefilet in Kräuterschaum und Kartoffelgratin" vor. Freitag gibt es „Rinderschmorbraten in Burgundersoße" und Samstag „Spießbraten mit Pariser Kartoffeln". Die Hauptgerichte liegen preislich zwischen 4,20 und 5,20 Euro, Salate sowie Kuchen und Kaffee bei drei Euro. „Wir haben hier 1.400 Sitzplätze und mehrere Ausgabestationen, es wird schon jeder satt werden."