16.04.2006

Nachrichtenarchiv 17.04.2006 00:00 Papst für friedliches Zusammenleben zwischen Kulturen und Religionen

Papst Benedikt XVI. hat in seiner ersten Osterbotschaft zum Ende von Krieg und Gewalt auf der Welt und zum Aufbau gerechter Strukturen aufgerufen. Vor rund 100.000 Menschen auf dem Petersplatz forderte er ein friedliches Zusammenleben zwischen Völkern, Kulturen und Religionen, um die drohende Gefahr des Terrorismus zu bekämpfen. Mit Nachdruck sprach sich das Kirchenoberhaupt für Frieden im Irak sowie im Heiligen Land aus. In der mehrfach von Beifall unterbrochenen Ansprache unterstrich Benedikt XVI. das Recht Israels auf eine Existenz in Frieden und plädierte zugleich für die Bildung eines Palästinenserstaates. Angesichts der internationalen Atomkrise forderte der Papst eine ehrenvolle Schlichtung durch ernsthafte und aufrichtige Verhandlungen. Nach seinem Segen "Urbi et orbi" richtete Benedikt XVI., der gestern am Ostersonntag seinen 79. Geburtstag feierte, Osterwünsche in 62 Sprachen an alle Welt. Auf Deutsch sagte er: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch." Zuvor hatte Kirchenoberhaupt auf dem Petersplatz die Ostermesse geleitet. Es war das erste Osterfest, das Benedikt XVI. als Papst beging. Am Mittwoch begeht er den ersten Jahrestag seiner Wahl zum Nachfolger des Apostels Petrus.