14.04.2006

Nachrichtenarchiv 15.04.2006 00:00 Benedikt XVI. leitet erstmals Karfreitags-Liturgie

Mit dem traditionellen Kreuzweg des Papstes am Kolosseum haben die Osterfeierlichkeiten in Rom einen ersten Höhepunkt erreicht. Erstmals in seinem Pontifikat führte Benedikt XVI. am Abend des Karfreitag die Prozession beim antiken Kolosseum an, um gemeinsam mit tausenden Menschen des Leidensweges Jesu vor 2.000 Jahren zu gedenken. Die von Sprechern vorgetragenen Meditationstexte erinnerten an leidende und gedemütigte Menschen der heutigen Zeit, beklagten aber auch einen "Angriff auf die Familie", mit dem die von Gott gewollte Lebensform abgeschafft werden solle. Unzählige Fackeln und Kerzen erleuchteten die Arkaden des Kolosseums und die umliegenden Straßen. An der 1. und der 14. Stationen der "Via Crucis" trug der Papst persönlich das schwarze Holzkreuz. Abschließend forderte der Papst dazu auf, sich persönlich auf den "Weg der Barmherzigkeit" zu machen. Heute Abend wird die Benedikt die Osternachtsfeier im Petersdom leiten.