27.03.2006

Nachrichtenarchiv 28.03.2006 00:00 Verfassungsgericht kippt staatliches Glücksspielmonopol

Das Bundesverfassungsgericht hat das staatliche Glücksspielmonopol in seiner bisherigen Form gekippt. Die geltende Regelung verstoße gegen das Grundrecht auf Berufsfreiheit privater Wettanbieter, urteilte das Gericht in Karlsruhe. Zwar erklärten die Karlsruher Richter das Monopol für grundgesetzwidrig, gleichzeitig aber gaben sie dem verklagten Freistaat Bayern eine Chance, alles im Grunde so zu lassen wie es ist. Der Freistaat muss sich nur zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen die Spielsucht verpflichten. Tut er das bis 2007 nicht, dann können auch private Wettan-bieter wie die Münchnerin Irene Katzinger-Göth so genannte Oddset-Sportwetten mit fester Quote anbieten. In Deutschland ist Spielen laut Strafgesetzbuch unter Strafe gestellt. Bisher hatte die staatliche Lotteriege-sellschaft das Spielen in eng gelenkten Bahnen angeboten, um so genanntes Zocken zu vermeiden