12.10.2005

Nachrichtenarchiv 13.10.2005 00:00 Kirchliche Organisationen fordern mehr legale Einwanderung

Angesichts des Flüchtlingsdramas in Marokko rufen kirchliche Organisationen die EU-Staaten auf, mehr legale Einwanderung zu ermöglichen. Die EU dürfe ihre Grundwerte nicht verraten, heißt es in einem offenen Brief des ökumenischen Zusammenschlusses «Christliche Gruppe für Migration und Asyl» an die britische EU-Ratspräsidentschaft.

Angesichts des Flüchtlingsdramas in Marokko rufen kirchliche Organisationen die EU-Staaten auf, mehr legale Einwanderung zu ermöglichen. Die EU dürfe ihre Grundwerte nicht verraten, heißt es in einem offenen Brief des ökumenischen Zusammenschlusses «Christliche Gruppe für Migration und Asyl» an die britische EU-Ratspräsidentschaft. «Höhere Zäune werden die irreguläre Einwanderung nicht stoppen», betont die Gruppe, die zahlreiche protestantische, katholische und orthodoxe Kirchen in Europa vertritt. Die in Luxemburg tagenden EU-Innenminister forderte sie auf, sich bei der Einwanderungspolitik in jedem Fall an den Menschenrechten zu orientieren: «Nur ein solcher Ansatz kann zu dauerhaften Lösungen führen.»Der Migrationsexperte Henrik Lesaar von der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) erläutert die Forderungen: