16.05.2005

Nachrichtenarchiv 17.05.2005 00:00 Newsweek dementiert Bericht über Koranschändungen in Guantanamo

"Auf der Grundlage dessen, was wir jetzt wissen, ziehen wir unsere ursprüngliche Geschichte zurück, wonach innermilitärische Ermittlungen Schändungen des Korans in Guantanamo aufgedeckt haben", teilte "Newsweek"-Herausgeber Mark Whitaker am Montag mit. In der Ausgabe vom 9.

"Auf der Grundlage dessen, was wir jetzt wissen, ziehen wir unsere ursprüngliche Geschichte zurück, wonach innermilitärische Ermittlungen Schändungen des Korans in Guantanamo aufgedeckt haben", teilte "Newsweek"-Herausgeber Mark Whitaker am Montag mit. In der Ausgabe vom 9. Mai hatte das Magazin berichtet, in Verhören wäre der Koran eines Häftlings in die Toilette geworfen worden. Schon andere Medien hatten in den vergangenen Monaten über Koran-Schändungen berichtet. Sie beriefen sich dabei auf die Berichte freigelassener Gefangenen. Diesmal aber löste der kurze Bericht im renommierten und international beachteten Magazin "Newsweek" gewalttätige Proteste von Gaza bis Afghanistan aus. Für den Westen kaum nachvollziehbar, sind die Reaktionen heftiger als bei dem Folterskandal in Abu Ghureib. In Afghanistan gab es 16 Tote und viele Verletzte.Ein Interview mit Sebastian Brökelmann vom Centrum für angewandte Politikforschung in München, CAP.