12.05.2005

Nachrichtenarchiv 13.05.2005 00:00 Benedikt XVI. übergeht Wartezeit - Seligsprechung von Johannes Paul II. beginnt

Papst Benedikt XVI. hat den Prozess zur Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Paul II. eingeleitet. Der Papst verkündete die Eröffnung des Verfahrens während eines Treffens mit den Geistlichen Roms in der Lateran-Basilika. Die schnelle Seligsprechung war nach dem Tod Johannes Pauls II.

Papst Benedikt XVI. hat den Prozess zur Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Paul II. eingeleitet. Der Papst verkündete die Eröffnung des Verfahrens während eines Treffens mit den Geistlichen Roms in der Lateran-Basilika. Die schnelle Seligsprechung war nach dem Tod Johannes Pauls II. am 2. April von vielen Katholiken und zahlreichen Kardinälen gefordert worden. Gläubige auf dem Petersplatz hatten während der Beerdigung des letzen Papstes die Worte "Santo Subito" (Sofort heilig) gerufen. Normalerweise dauert es viele Jahrzehnte, bis Gläubige selig gesprochen werden. Eine große Ausnahme war die Ordensschwester Mutter Teresa, die 2003, nur sechs Jahre nach ihrem Tod, in den Stand der Seligen erhoben wurde. Die Seligsprechung erfordert nach katholischer Lehre den Nachweis von Wundern, die der Kandidat entweder vor oder nach seinem Tod erwirkt haben muss. Über angeblich von Johannes Paul II. ausgelöste Spontanheilungen Kranker liegen mehrere Zeugenberichte vor. So soll bei einem US-Bürger ein Hirntumor verschwunden sein, nachdem er vom damaligen Papst die heilige Kommunion erhielt.Ein Beitrag von Johannes Schröer mit Pater Peter Gumpel, päpstlicher Untersuchungsrichter bei Seligsprechungsverfahren