03.03.2005

Nachrichtenarchiv 04.03.2005 00:00 Menschenrechte auch für Illegale in Deutschland

Mit einem »Manifest Illegale Zuwanderung« will die katholische Kirche eine öffentlichen Debatte über das Thema irregulärer Zuwanderung nach Deutschland anregen. Bisher unterzeichneten 372 Prominente aus Politik und Gesellschaft das Dokument. Bei der Vorstellung des Manifests auf der „Jahrestagung Illegalität" in Berlin sprach das Forum »Leben in der Illegalität« der katholischen Kirche von zwischen 500000 und einer Million Menschen, die mittlerweile ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben.

Mit einem »Manifest Illegale Zuwanderung« will die katholische Kirche eine öffentlichen Debatte über das Thema irregulärer Zuwanderung nach Deutschland anregen. Bisher unterzeichneten 372 Prominente aus Politik und Gesellschaft das Dokument. Bei der Vorstellung des Manifests auf der „Jahrestagung Illegalität" in Berlin sprach das Forum »Leben in der Illegalität« der katholischen Kirche von zwischen 500000 und einer Million Menschen, die mittlerweile ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben. Auch diese Menschen müssten ohne Angst vor Abschiebung medizinische Versorgung, Schulbesuch für ihre Kinder und Arbeitslohn in Anspruch nehmen können, sagte Weihbischof Josef Voß aus Münster. Das Manifest leitet aus dem ungeregelten Zustand der Illegalisierten »gravierende Probleme« für das Selbstverständnis Deutschlands als Rechtsstaat ab. Die europapolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Sabine Leutheusser-Schnarrenberger  hat an der Tagung teilgenommen und berichtet im domradio-Interview: