15.02.2005

Nachrichtenarchiv 16.02.2005 00:00 Kyoto-Protokoll in Kraft: Klimaerwärmung geht trotzdem weiter

Gut sieben Jahre nach seinem Abschluss ist das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz offiziell in Kraft getreten. Mit dem Abkommen, das inzwischen von 140 Staaten ratifiziert wurde, verpflichten sich die Industrieländer, bis 2012 die Emissionen von sechs Treibhausgasen um insgesamt 5,2 % unter das Niveau von 1990 zu reduzieren.

Gut sieben Jahre nach seinem Abschluss ist das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz offiziell in Kraft getreten. Mit dem Abkommen, das inzwischen von 140 Staaten ratifiziert wurde, verpflichten sich die Industrieländer, bis 2012 die Emissionen von sechs Treibhausgasen um insgesamt 5,2 % unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Das In-Kraft-Treten wurde möglich, nachdem Russland Ende 2004 nach langem Zögern dem Abkommen beitrat. Die USA lehnen eine Ratifizierung weiterhin ab. Einigkeit herrscht unter Befürwortern wie Kritikern des Kyoto-Protokolls, dass durch dessen Umsetzung die globale Erwärmung des Klimas nicht aufgehalten werden kann. Die vorgesehen Reduktion könne den Klimawandel nur verzögern. Umweltminister Trittin hat derweil Kritik an der deutschen Klimaschutz-Politik zurückgewiesen. Deutschland habe in den vergangenen sieben Jahren bereits 200 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Damit habe die Bundesrepublik ihr Klimaziel fast schon erreicht.