12.02.2005

Nachrichtenarchiv 13.02.2005 00:00 Dresden - Gedenken an die Bombennacht vor 60 Jahren

In Dresden findet hat am Sonntag die Gedenkfeier zum 60. Jahrestag des Luftangriffes statt. An den Feierlichkeiten nahmen Bundestagspräsident Thierse und Sachsens Ministerpräsident Milbradt teil. Auch die Botschafter Großbritanniens, der Vereinigten Staaten und Frankreichs sowie ein Vertreter des russischen Generalkonsulats waren zur Gedenkfeier gekommen.

In Dresden findet hat am Sonntag die Gedenkfeier zum 60. Jahrestag des Luftangriffes statt. An den Feierlichkeiten nahmen Bundestagspräsident Thierse und Sachsens Ministerpräsident Milbradt teil. Auch die Botschafter Großbritanniens, der Vereinigten Staaten und Frankreichs sowie ein Vertreter des russischen Generalkonsulats waren zur Gedenkfeier gekommen. Bei nächtlichen Luftangriffen war Dresden im zweiten Weltkrieg von britischen und amerikanischen Bombern zerstört worden, schätzungsweise 35 000 Menschen starben. Um 21.45 Uhr, zum damaligen Beginn des Bombardements, läuteten deshalb am Abend die Glocken aller Dresdner Kirchen. Danach wurde erstmals der Innenraum der wieder aufgebauten Frauenkirche zur Nacht der Stille geöffnet. Mehr als 50 000 Menschen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Zuvor setzte auf dem Theaterplatz ein Lichtermeer aus 10.000 Kerzen ein Zeichen für den Frieden und gegen den wieder aufkommenden Neonazismus gesetzt werden.Knapp 5000 Neonazis waren am Nachmittag unter großem Polizeischutz durch die Elbestadt gezogen. Bundeskanzler Gerhard Schröder warf den Extremisten vor, sie versuchten, „das Leid der Menschen zu missbrauchen und zu instrumentalisieren".Mit-Organisator des Lichterfestes in Dresden ist Frank Richter, katholischer Pfarrer.