24.08.2003

Nachrichtenarchiv 25.08.2003 00:00 23. August: Bundesweiter Tag der Astronomie

Gäbe es ihn nicht bereits, er müsste schleunigst erfunden werden: der heute bundesweit begangene „Tag der Astronomie". Warum: weil zwei Aufsehen erregende, um nicht zu sagen sensationelle archäologische Funde der letzten Zeit das Bild der Menschen der Jungsteinzeit in Europa fundamental verändert haben.

Gäbe es ihn nicht bereits, er müsste schleunigst erfunden werden: der heute bundesweit begangene „Tag der Astronomie". Warum: weil zwei Aufsehen erregende, um nicht zu sagen sensationelle archäologische Funde der letzten Zeit das Bild der Menschen der Jungsteinzeit in Europa fundamental verändert haben. Zuerst wurde im letzten Jahr die 3600 Jahre alte ''frühbronzezeitliche Bronzescheibe von Nebra mit einer Himmelsdarstellung'' der Öffentlichkeit vorgestellt. Dann kam jetzt Anfang August in der Nähe von Nebra, in Goseck in Sachsen Anhalt, das älteste ca.  7000 Jahre alte Sonnenobservatorium Europas ans Tageslicht. Beide Schlüsselfunde der europäischen Vorgeschichte revolutionieren die Astronomiegeschichte sowie die frühe Religionsgeschichte. Prof. Dr. Wolfhard Schlosser vom Institut für Astro-Physik der Uni Bochum über den Tag der Astronomie. Prof. Schlosser ist Experte auf dem Gebiet der Astronomie der Ur- und Frühgeschichte und ist maßgeblich an der Auswertung der Funde beteiligt.