26.03.2003

Nachrichtenarchiv 27.03.2003 00:00 Caritas: Langzeitarbeitslose nicht vernachlässigen

Eine zunehmende Ausgrenzung von Langzeitarbeitslosen hat die Caritas kritisiert. Die geplante Reform des Arbeitsmarktes sei zu sehr auf leicht vermittelbare Arbeitssuchende ausgerichtet. Das erklärte der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, Georg Cremer. Die Fördermaßnahmen für gering qualifizierte oder behinderte Arbeitslose würden demgegenüber zunehmend durch Einsparungen bedroht. Cremer sprach sich dafür aus, den Staat gesetzlich zu verpflichten, zumindest für junge Erwachsene Beschäftigungsangebote bereitzustellen oder zu fördern. "Im vorschnellen Vertrauen auf eine Politik, die allenfalls mittel- und langfristig wirken kann" dürfe der Staat die bestehenden Angebote nicht aufgeben.