25.03.2003

Nachrichtenarchiv 26.03.2003 00:00 EU-Entwicklungspolitiker besorgt um Zukunft der Hilfe

Die Entwicklungspolitik der EU läuft Gefahr, immer mehr außenpolitischen und wirtschaftlichen Zielen untergeordnet zu werden. Diese Sorge äußerte der Vorsitzende des Entwicklungsausschusses des Europaparlaments, Miranda. Nach der Abschaffung des EU-Entwicklungs-Ministerrates werde in Brüssel nun auch daran gedacht, die Entwicklungs-Generaldirektion bei der EU-Kommission abzuschaffen. Miranda sagte, er sei "sehr pessimistisch". Heftige Kritik an der EU-Entwicklungspolitik übten auch katholische Entwicklungs- und Friedensorganisationen. Die EU-Hilfe richte sich mittlerweile weniger an der Bedürftigkeit aus als vielmehr daran, an welchen Ländern die EU ein politisches Interesse habe.