09.11.2001

Nachrichtenarchiv 09.11.2001 12:07 Kardinal Meisner bewegt die Frage eines Kirchenfernsehens

Im Rahmen einer Hörfunksendung äußerte sich der Kölner Kardinal Joachim Meisner auch zum Thema eines eigenen katholischen Kirchenfernsehens. „Es bewegt mich schon lange die Frage, ob wir nicht einen bundesweiten kirchlichen Fernsehkanal haben sollten. Aber das setzt natürlich voraus, dass wir technisch und personell den säkularen Medien einige Nasen weit voraus sind", sagte Meisner in einer abendlichen zweistündigen Sondersendung am 1. November zu Allerheiligen im domradio des Erzbistums Köln als Antwort auf die entsprechende Frage eines Anrufers zum Thema Kirche und Mediennutzung.Ganz allgemein äußerte Meisner, der in der Sendung zwei Stunden lang unter Einbeziehung der Hörer Fragen beantwortete, dass die Kirchenverantwortlichen alle machbaren Chancen im Bereich der Verkündigung nutzen müssten, und führte sein eigenes Domradio in Köln als Beispiel dieser Nutzungsmöglichkeiten an. Das Domradio wird seit Pfingsten 2000 vom Bildungswerk der Erzdiözese Köln veranstaltet und hat vor kurzem auch die Lizenz für eine digitale terrestrische Ausstrahlung in Rheinland-Pfalz erhalten (vgl. FK 41/01).Auf FK-Nachfrage am 6. November sagte Carsten Hörn von der Pressestelle des Erzbistums Köln zum Thema Fernsehsender: „Es gibt keine Pläne einer Realisierung." Alles andere hätte auch erstaunt, hat doch die Publizistische Kommission der Deutschen Bischofskonferenz in der Vergangenheit immer wieder verlauten lassen, dass es keine Absicht auf ein eigenes katholisches Kirchenfernsehen gebe.