21.03.2001

Nachrichtenarchiv 21.03.2001 10:50

Als Vermächtnis des Papstes an die Kirche in Deutschland hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner den Brief Johannes Paul II. an die deutschen Kardinäle bezeichnet. In einem Interview des Senders "domradio" wies Meisner darauf hin, dass die Katholiken das Schreiben „sehr ernst" nehmen sollten. Der Papst habe offenbar den Eindruck, dass der organisatorischen Stärke der deutschen Kirche die Glaubensstärke nicht entspreche. Der Kardinal wollte den Brief allerdings nicht nur als Mahnung verstanden wissen. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heinrich Mussinghoff, meinte in der Aachener Zeitung zu dem Schreiben, der Papst analysiere die Situation der katholischen Kirche in der Bundesrepublik durchaus richtig. Eine andere Frage sei, „ob er immer die richtigen Folgerungen aus dieser Analyse zieht". Manches würden „wir Bischöfe vor Ort" anders bewerten.