04.09.2000

Kölner Kirchensender hat sich als Meinungsmacher etabliert „domradio" mit dem guten Draht nach oben

Köln - Als in Köln zur 750-Jahr-Feier des Doms geladen wurde, hatte alles angefangen. Rechtzeitig zum Fest sind engagierte Kirchenmitglieder auf Sendung gegangen und haben zwölf Tage lang ein Jubiläumsradio moderiert. Das war vor zwei Jahren.

Inzwischen hat sich „domradio" in der Medienstadt etabliert; der Sender mit dem guten Draht nach oben ist als Informationsgeber und Meinungsmacher aus der Metropole nicht mehr wegzudenken.
Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen sagte zwar in einem „insight"-Interview, dass auch in seinem Programm nur mit (manchmal geweihtem) Wasser gekocht werde. Dennoch: „Wir haben nicht die Lizenz für ein Verkündigungsradio bekommen, sondern für ein landesweites Vollprogramm." Im Klartext: Nicht die katholische Kirche ist Träger von „domradio", sondern das Bildungswerk der Erzdiözese Köln. Das bedeutet, da im Bildungswerk alle kirchlich wichtigen Gruppen vertreten sind, dass der Sender ein breites Inhaltsspektrum abdeckt.
Jung, schnell, dynamisch. Zehn bis zwölf Stunden am Tag. 60 Prozent Musikanteil mit Rock- und Popmusik. Information, Beratung, Bildung. Und was ist dem „guten Draht nach oben"? Brüggenjürgen: „Zu jeder vollen Stunde haben wir ,Das Wort', wo wir einen kurzen literarischen Text bringen. Das kann mal die Bibel sein, mal auch eine Geschichte zum Nachdenken."