Kölner Dom
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09.02.2020 - 10:00

Kapitelsamt im Kölner Dom Fünfter Sonntag im Jahreskreis

DOMRADIO.DE übertrug am fünften Sonntag im Jahreskreis das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit Domkapitular Dominik Meiering. Es sang die Domkantorei Köln unter der Leitung von Winfried Krane.

Reden, die die Welt bewegten, beschäftigen Domkapitular Dominik Meiering in seiner Predigt im Kapitelsamt am fünften Sonntag im Jahreskreis. Bei diesen kommt es auf die Botschaft an.

In einem Buch hat er viele gesammelte große Reden gelesen, die vornehmlich von großen Personen der Weltgeschichte halten wurden. Sind es tatsächlich diese Reden, die uns bewegen?

In der Tageslesung sagt der Apostel Paulus im Korintherbrief (1 Kor 2,1-5): "Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden" (1 Kor 2,4). Sein Sprechen war also "in Gott gegründet".

Es geht um die einfache und klare Botschaft von der Gegenwart Gottes. Dafür steht Paulus als Person ein. Domkapitular Meiering fragt schließlich, was die großen Reden sind. Sind es die Reden, die von den großen politischen Persönlichkeiten gehalten werden oder sind es die Worte, die wir von Person zu Person einander sagen, was wir voneinander und von Gott begriffen haben – "mit Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und mit Liebe ausgesprochen". Und so schließt Domkapitular Meiering mit den Worten: "Vielleicht sind das die Reden, die die Welt bewegen".

Auslegung zum Sonntagsevangelium von Thomas Söding

"Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Auch zündet man nicht ein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern (man stellt es) auf den Leuchter; dann leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Mt 5,14-16)

Jesus ermuntert die Jünger, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Er setzt auf ihre Ausstrahlungskraft. Sie werden andere Menschen dazu bringen, „den Vater im Himmel zu preisen“.

Das Medium sind ihre guten Werke: das, was sie anderen Gutes tun. Diese guten Werke sind nicht selbst das Licht. Es sind ja auch keineswegs nur Christen, die gute Werke tun. Aber im Licht des Evangeliums beginnen die guten Werke zu leuchten. Sie sind die Wellen, auf denen das Licht seine Strahlkraft entfaltet. Das Licht selbst kann man nicht sehen; das Licht macht sichtbar. So beginnt Jesu Bild zu leuchten. Was gute Werke sind, wissen alle Menschen guten Willens, nicht nur die Glaubenden. Wer gute Werke tut, macht auf sich aufmerksam – gerade wenn er nichts herausposaunt. Wer bei den Jüngern nachfragt, weshalb sie anderen Gutes tun, stößt auf ihren Glauben und dadurch auf den, an den sie glauben. Was alle Menschen guten Willens tun, zeigt an, was wahre Menschlichkeit ist – und das Evangelium lässt sie im vollen Farbenspektrum leuchten, weil es Gott ins Spiel bringt.

Aus: Magnificat. Das Stundenbuch. Februar 2020

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