Solwodi

 (DR)

Die Ordensschwester und Frauenrechtlerin Lea Ackermann gründete im Oktober 1985 im kenianischen Mombasa die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Solwodi. Die Bezeichnung steht für Solidarity with Women in Distress (Solidarität mit Frauen in Not). Auslöser war die Situation von Prostituierten. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland ein paar Jahre später baute Ackermann auch hier Solwodi auf, Sitz ist Boppard-Hirzenach (Rheinland-Pfalz).

Die Beratungen und Hilfen richten sich an Frauen und Kinder, die Opfer von Menschenhandel, Prostitution, Zwangsheirat oder häuslicher Gewalt geworden sind. Gemeinsam mit ihnen will die Organisation überlegen, welche Wege aus der Not führen können. Frauen und Kinder erhalten Unterstützung beispielsweise bei Unterbringung, Wohnung, Arbeitssuche und Behördengängen.

Solwodi unterhält nach eigenen Angaben derzeit 18 Beratungsstellen und 8 Schutzwohnungen in Deutschland, jeweils eine Beratungsstelle in Österreich und Rumänien sowie 35 Beratungsstellen und Projekte in Afrika. 2015 hätten sich rund 1.700 Frauen aus 100 Ländern zum ersten Mal an Solwodi in Deutschland gewandt. (KNA/Stand 13.1.17)