Priesterbruderschaft Sankt Petrus

 (DR)

Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus (Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri - FSSP) gilt als papsttreu, aber kritisch bezüglich der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965).

Die Bruderschaft wurde am 18. Juli 1988 in der Zisterzienserabtei Hauterive in der Schweiz gegründet und am 18. Oktober 1988 durch den Heiligen Stuhl als "Klerikale Gesellschaft Apostolischen Lebens Päpstlichen Rechtes" errichtet. Das älteste Priesterseminar der Petrusbrüder befindet sich im bayerischen Pilgerort Wigratzbad in der Nähe des Bodensees, es ist das weltweit erste kanonisch errichtete Haus der Gemeinschaft und somit ihr "Mutterhaus".

Die Gründung geht auf ein Schreiben von Papst Johannes Paul II. zurück. Sie war eine unmittelbare Reaktion auf den Bruch der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. mit Rom durch unerlaubte Bischofsweihen am 30. Juni 1988. Die Petrusbruderschaft soll konservativen Katholiken eine Heimat bieten und diese in die Kirche integrieren.

Die Petrusbrüder wollen sich nach eigener Darstellung "in besonderer Weise jener Gläubigen annehmen, die ihre geistliche Heimat in der überlieferten Liturgie (außerordentlicher römischer Ritus) gefunden haben". Die Feier des Stundengebets, der Messe und der Sakramente im außerordentlichen Ritus seien für die Gemeinschaft "ein wichtiges Mittel der Neuevangelisierung, zu der die Päpste in der letzten Zeit immer wieder aufgerufen haben". (kna/Stand 18.10.2018)