International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN)

 (DR)

Die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) ist eine Koalition von Nichtregierungsorganisationen in hundert Ländern, die sich für die Einhaltung und Umsetzung des Atomwaffenverbotes der Vereinten Nationen einsetzen. Dieses bahnbrechende globale Abkommen wurde am 7. Juli 2017 in New York verabschiedet.

ICAN begann in Australien und wurde im April 2007 offiziell in Österreich eingeführt. Die Gründer der Kampagne wurden durch den großen Erfolg der Internationalen Kampagne gegen Landminen inspiriert, die ein Jahrzehnt zuvor eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen über das Antipersonenminenverbot oder den Vertrag von Ottawa gespielt hatte.

Seit der Gründung hat ICAN daran gearbeitet, eine starke globale Basis für die öffentliche Unterstützung der Abschaffung von Atomwaffen zu schaffen. Durch die Einbindung verschiedenster Gruppen und die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und gleichgesinnten Regierungen hat ICAN dazu beigetragen, die Debatte über Atomwaffen neu zu gestalten und Impulse für die Eliminierung zu geben.

Für die "Arbeit, die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Folgen des Einsatzes von Atomwaffen zu lenken" und die "bahnbrechenden Bemühungen um ein vertragliches Verbot solcher Waffen" wurde ICAN 2017 der Friedensnobelpreis verliehen.

(Quelle: ican.org)