Evangelische Kirche in Deutschland

Festgottesdienst auf dem Evangelischen Kirchentag 2019 / © Harald Oppitz (KNA)
Festgottesdienst auf dem Evangelischen Kirchentag 2019 / © Harald Oppitz ( KNA )

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist die Gemeinschaft der 20 evangelischen Landeskirchen in der Bundesrepublik mit derzeit 20,7 Millionen Protestanten. Wichtigste Leitungsgremien sind die EKD-Synode mit 120 Mitgliedern, die Kirchenkonferenz mit Vertretern der Landeskirchen sowie der aus 15 ehrenamtlichen Mitgliedern bestehende Rat. Ratsvorsitzender ist der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Sitz des EKD-Kirchenamtes ist Hannover.

 Die EKD wurde 1945 bei einer Konferenz im nordhessischen Treysa als Zusammenschluss lutherischer, reformierter und unierter Landeskirchen ins Leben gerufen. Die einzelnen Landeskirchen sind selbstständig, die EKD koordiniert jedoch das einheitliche Handeln. Ihre Aufgaben liegen vor allem bei Fragen der öffentlichen Verantwortung der Kirche und bei den Beziehungen zu den Partnerkirchen im Ausland. Zudem ist die EKD zuständig für die Herausgabe der Lutherbibel und des Gesangbuchs. Sie veröffentlicht regelmäßig Denkschriften zu ethischen, sozialen, politischen und theologischen Themen.

 Die Teilung Deutschlands hatte 1969 auch für die evangelische Kirche eine organisatorische Trennung zur Folge: Acht ostdeutsche Landeskirchen mussten unter dem Druck des SED-Regimes eigene Wege gehen. Sie organisierten sich im Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR. Dennoch blieb die evangelische Kirche aufgrund der "besonderen Gemeinschaft" eine wichtige Klammer zwischen Ost und West. Nach der staatlichen Wiedervereinigung schlossen sich beide Kirchenbünde im Juni 1991 zur vereinten EKD zusammen.

(Quelle: epd, 10.08.2020)