Die koptisch-orthodoxe Kirche

Diakone und Geistliche stehen am Altar der koptisch-orthodoxen Kathedrale der Geburt Christi in Kairo bei Beginn der Weihnachtsmesse. / © Ahmed Abdelfattah (dpa)
Diakone und Geistliche stehen am Altar der koptisch-orthodoxen Kathedrale der Geburt Christi in Kairo bei Beginn der Weihnachtsmesse. / © Ahmed Abdelfattah ( dpa )

Die koptisch-orthodoxe Kirche existiert bereits seit dem ersten Jahrhundert nach Christus und gehört damit zu den ältesten Kirchen. Weltweit wird die Zahl der koptischen Christen auf rund 15 Millionen geschätzt, die meisten leben in Ägypten. In Deutschland zählt die Kirche nach Angaben des Diözesanbischofs Anba Damian aktuell etwa 12.000 Mitglieder.

Der Name Kopten leitet sich vom ägyptischen Wort für "Ägypter" ab. Kirchenoberhaupt ist seit November 2012 Papst Tawadros II.. Koptische Gemeinden existieren auch in Israel, den USA, Kanada, Australien, Kenia, dem Sudan und den meisten europäischen Ländern.

In Deutschland gibt es zwei koptisch-orthodoxe Klöster. 1993 wurde das Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius im nordrhein-westfälischen Brenkhausen gegründet. Es ist Dienstsitz des Diözesanbischofs Anba Damian, der bis 2013 als Generalbischof der höchste Repräsentant der Kirche in Deutschland war. Heute teilt sich Damian die Aufgabe mit dem im Jahr 2013 zum Bischof geweihten Michael El Baramousy, der seinen Sitz im Kloster St. Antonius im hessichen Kröffelbach hat.

Die Kopten sehen sich in der Tradition des heiligen Markus, ihr Oberhaupt wird als direkter Nachfolger des Evangelisten angesehen. Die Glaubensgemeinschaft kennt wie die katholische Kirche und andere orthodoxe Kirchen sieben Sakramente. Mit vielen Fastentagen dokumentieren die Kopten ihre Frömmigkeit. Eine Tochterkirche der koptischen Kirche ist die äthiopisch-orthodoxe Kirche.