Lübecker Kreuzweg ist als Film und im Radio abrufbar

Fünf Stationen im Netz

Wegen der Corona-Pandemie findet der traditionsreiche Lübecker Kreuzweg erneut nicht als Präsenzveranstaltung statt. Stattdessen gibt es laut Erzbistum Hamburg am Karfreitag einen Film und einen Radiogottesdienst.

Kreuzweg in Lübeck (Archiv) / © Ralf Adloff (KNA)
Kreuzweg in Lübeck (Archiv) / © Ralf Adloff ( KNA )

Mitwirkende sind unter anderem die Lübecker Bischöfin Kirsten Fehrs, der Lübecker Propst Christoph Giering, der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sowie der frühere Ministerpräsident des Landes Björn Engholm (SPD).

Prozession im Internet abrufbar

Der Kreuzweg führt normalerweise als Prozession durch die Lübecker Innenstadt. Bereits im vergangenen Jahr hatte es coronabedingt nur eine Radio- und Telefonversion gegeben. Der vorab aufgezeichnete Film ist nach Angaben des Erzbistums am Karfreitag auf www.erzbistum-hamburg.de und auf www.nordkirche.deabrufbar.

Der Radiogottesdienst wird um 11.00 Uhr auf den Offenen Kanälen Lübeck, Kiel und Westküste gesendet. Der Lübecker Kreuzweg ist nach Angaben der Organisatoren Deutschlands ältester Kreuzweg. Er wurde Ende des 15. Jahrhunderts angelegt, geriet nach der Reformationszeit jedoch in Vergessenheit.

Tradition seit 1994

Seit 1994 wird er am Karfreitag wieder jährlich gegangen, seit 2002 in ökumenischer Gemeinsamkeit. Er ist wie die "Via dolorosa" in Jerusalem 1.650 Meter lang und führt von der Jakobi-Kirche in der Altstadt zum Jerusalemsberg außerhalb der Stadt.

Im Mittelpunkt des Kreuzwegs stehen fünf Stationen, an denen des Leidens Jesu am Tag seiner Kreuzigung gedacht wird. In den Jahren vor Corona nahmen regelmäßig rund 1.000 Gläubige an der Prozession teil.


Quelle:
KNA