Über Religion und Fanatismus

Nur die Liebe besiegt den Terror

Trotz Terror in Nizza und Wien: Für uns Christen gibt es zur Liebe unseres Nächsten gar keine Alternative. Die Angst darf sich nicht in uns breit machen. Gott ist bei uns mit seiner Liebe – immer und überall, meint Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen.

 © DOMRADIO (DR)
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Mitten im Stadtzentrum von Wien schießt ein Attentäter offenbar wahllos Menschen nieder. Fünf Menschen sterben – viele sind schwer verletzt. Mitten im Stadtzentrum von Nizza, in der Basilika Notre-Dame, wird eine Frau hingerichtet – ein Küster getötet – sterben bei einem brutalen Terroranschlag insgesamt drei Menschen.

Wir sind alle entsetzt über diese Anschläge – mitten in Europa, quasi vor unserer Haustür. Es ist erschreckend, mit welcher Kaltblütigkeit, mit welchem Hass die Täter wildfremde Menschen eiskalt und brutal ermorden. Die Täter kommen mutmaßlich aus dem radikalen islamischen Umfeld. Erneut wird deutlich, wie gefährlich religiöse Fanatiker sind. Erneut wird uns klar, Terroranschläge können überall und zu jeder Zeit jeden von uns treffen.

Aber diese Angst darf uns nicht leiten. Die Angst darf nicht dazu führen, dass wir Menschen anderen Glaubens pauschal verurteilen. Alle großen Weltreligionen lehnen Terror und Gewalt ab – setzen sich für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ein. Daher dürfen diese Einzeltäter nie ihr Ziel erreichen – uns so ängstigen, dass auch unser Herz von Hass, Rache und Gewalt bestimmt wird. Nur wenn wir gerade auch im Fremden unseren Bruder – in der Andersgläubigen unsere Schwester sehen, ist ein friedliches Zusammenleben überhaupt möglich.

Für uns Christen gibt es zur Liebe unseres Nächsten gar keine Alternative. Auch wenn es uns nach solchen brutalen Anschlägen schwerfällt – die Angst darf sich nicht in uns breit machen. Gott ist bei uns mit seiner Liebe – immer und überall. Diese Liebe dürfen wir weitergeben. Denn nur die Liebe besiegt und überwindet den Terror.

Ihr Ingo Brüggenjürgen Chefredakteur DOMRADIO.DE

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