Rückkehrerprogramm "Perspektive Heimat"

 (DR)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ist am Samstag zu einem Besuch im Irak aufgebrochen. Im Mittelpunkt seiner Reise stehen nach Angaben seines Ministeriums Hilfen zu Wiederaufbau und Versöhnung im Land sowie die Möglichkeiten der Rückkehr von irakischen Flüchtlingen aus Deutschland.

"Der IS ist im Irak militärisch besiegt, aber noch immer sind über zwei Millionen Menschen im Land vertrieben", sagte Müller vor der Abreise: "Hunderttausende syrische Flüchtlinge müssen im Irak ausharren, bis der mörderische Krieg in Syrien endlich ein Ende hat." Brücken, Krankenhäuser und ganze Städte seien zerstört. Damit der Terrorismus nicht wieder Fuß fassen könne, sei es wichtig, dass die Menschen wieder in ihre Heimatorte zurückkehren können.

"Daher legen wir den Schwerpunkt unserer Hilfe auf Schule und Ausbildung für Kinder und Jugendliche sowie den Wiederaufbau", ergänzte der Minister. Hunderttausende Binnenvertriebene hätten schon in ihre Heimatstädte zurückkehren können. Jetzt gehe es darum, auch die Rückkehr von irakischen Flüchtlingen aus Deutschland vorzubereiten.

Mit der irakischen Regierung wolle er eine enge Zusammenarbeit bei der Rückkehr und Reintegration von Irakern vereinbaren, betonte der CSU-Politiker weiter. Im Rahmen der Reise soll auch das erste Beratungszentrums des Rückkehrerprogramms "Perspektive Heimat" eröffnet werden, das im Irak Ausbildungsplätze und Jobs vermitteln soll.

Darüber hinaus sind nach Angaben des Ministeriums Gespräche mit Überlebenden des IS-Terrors, Christen und dem religiösen Oberhaupt der Jesiden vorgesehen sowie Besuche von Gesundheits-, Bildungs- und Friedensprojekten. Von der irakischen Regierung erwarte er, so Müller, "dass sie die Rahmenbedingungen konsequent verbessert: die weit verbreitete Korruption bekämpft, Rechtsstaatlichkeit stärkt und die Versöhnung voranbringt". (kna/ 21.4.18)