Papst beklagt falschen Umgang mit "Geschenk des Lebens"

"Immer heilig und unantastbar"

Papst Franziskus hat einen unguten Mentalitätswandel im Umgang mit dem "Geschenk des Lebens" beklagt. Dabei sei es "heilig und unantastbar", so das katholische Kirchenoberhaupt. Man könne nicht nach Belieben leben und sterben lassen.

Papst Franziskus / © Stefano Spaziani/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus / © Stefano Spaziani/Romano Siciliani ( KNA )

"Wir neigen immer mehr dazu, das Leben als ein Gut zu sehen, das zur allgemeinen Verfügung steht", mahnte der 85-Jährige am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Menschen versammeln sich auf dem Petersplatz, als Papst Franziskus das Mittagsgebet Regina Coeli aus dem Fenster seines Studios spricht / © Andrew Medichini/AP (dpa)
Menschen versammeln sich auf dem Petersplatz, als Papst Franziskus das Mittagsgebet Regina Coeli aus dem Fenster seines Studios spricht / © Andrew Medichini/AP ( dpa )

Allzu oft herrsche die Vorstellung, dass man nach Belieben leben und sterben lassen könne, als sei es ausschließlich eine individuelle Entscheidung. "Aber das Leben ist ein Geschenk, es ist immer heilig und unantastbar", so das katholische Kirchenoberhaupt. Daher dürfe die Stimme des Gewissens nie zum Schweigen gebracht werden.

Kundgebung von Lebensschutzbewegung

Am Wochenende hatte in Rom unter dem Motto "Wählen wir das Leben" eine nationale Kundgebung von Anhängern der Lebensschutzbewegung stattgefunden.

Angelus-Gebet

Der Angelus Domini (lat.), Der Engel des Herrn (dt.), auch Angelus, ist ein Gebet, das die Menschwerdung Jesu Christi durch Maria zum Thema hat. Es besteht aus drei Betrachtungsworten aus dem Lukas- sowie dem Johannesevangelium und beginnt mit den Worten: Angelus Domini nuntiavit Mariae ("Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft"). Traditionell wird zum "Angelus-Gebet" um 6.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr durch das Läuten der Kirchenglocken gerufen ("Angelus-Läuten").

Papst Franziskus beim Angelus (Archiv) / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Quelle:
KNA