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Wir berichten von den Ideen und Projekten der Hilfswerke in aller Welt.

Jede Sendung behandelt ein Schwerpunktthema und wird in Kooperation mit einem Hilfswerk gestaltet:


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2.8.2010

Gemeinsam im Kampf gegen die Armut

Wie das Internationale Kolpingwerk in Indien hilft

Über eine Milliarde Einwohner machen Indien zu einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Auf einer Fläche knapp neun Mal so groß wie Deutschland leben unterschiedlichste ethnische Gruppen und Religionen auf engstem Raum zusammen - darunter auch knapp drei Prozent Christen. Wie der Großteil der indischen Bevölkerung leben sie häufig in Armut.

80 % der Inder müssen mit weniger als 2 US-Dollar am Tag auskommen, das besagt der Entwicklungsbericht der Vereinten Nationen. Das wichtigste Ziel von Kolping International heißt deshalb: Dauerhafte Armutsbekämpfung!

Wie der katholische Sozialverband die Menschen in Indien dabei unterstützt, erklären der Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks Hubert Tintelott und der Asienreferent von Kolping International Martin Rüber in domradio weltweit. Außerdem wird der Nationalpräses des indischen Kolpingwerks Father Antony Raj über die Projekte von Kolping International in Indien berichten.

Moderation: Simone Bredel


2.8.2010

Projekt des Monats

Ländliche Entwicklung in Peru

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Die sogenannten Cuyes sind Riesenmeerschweinchen, und sie haben großes Potenzial, armen Menschen in der Andenregion (Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbinen) ein Einkommen zu verschaffen. Denn Cuyes werden zum Verzehr gezüchtet, ähnlich wie in Europa die Mastkaninchen. Für uns klingt es zunächst sehr befremdlich, dass die süßen Meerschweinchen, die wir von zu Hause kennen, auf die Teller kommen.

Doch diese Riesenmeerschweinchen wurden in Peru und anderen Ländern Lateinamerikas und Asiens schon als Nutztiere gehalten, bevor sie in Europa überhaupt als Haustiere bekannt wurden. Cuyes unterscheiden sich sehr von den Meerschweinchen, die wir kennen. Sie können bis zu 60 cm lang werden, zwischen 1,5 und 3,5 kg wiegen und eignen sich nicht zum Kuscheln, da sie sehr scheu sind. Sie brauchen ein großes Gehege, aber sind unkompliziert in der Haltung. Als Futter reicht ihnen Heu, aber auch Küchenabfälle. Nach bereits vier Monaten sind die Tiere ausgewachsen. Das proteinreiche Fleisch der Cuyes ist eine gute und kostengünstige Nahrungsergänzung. Eine Meerschweinchenzucht ist also nicht nur für die Züchter ein Gewinn, sondern auch für Familien mit geringem Einkommen: Sie können ein Cuy für wenig Geld erwerben und dabei ihre Ernährung aufwerten. Die Kolpingsfamilie Cosos will eine Riesenmeerschweinchenzucht aufbauen, um ihren Mitgliedern eine sichere Einkommensquelle zu ermöglichen.

Dies soll die Abwanderung in die Großstädte verhindern - das ist eines der dringendsten Probleme in der Region Castilla, wo die Kolpingsfamilie Cosos beheimatet ist. Viele Bewohner dieser Gegend verlassen ihre Dörfer, weil sie keine Arbeit finden, und versuchen deshalb ihr Glück in den Metropolen von Peru - doch meist vergeblich. Den Zuchtbetrieb einschließlich des Geheges finanziert die Kolpingfamilie Cosos aus eigenen Mitteln. Doch für den Ankauf von Jungtieren und Futter benötigt sie einen Zuschuss. Helfen Sie den Menschen in der Andenregion Perus, ihr Einkommen durch die Zucht von Cuyes dauerhaft zu sichern!


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