22.6.2009
Fünf Wochen nach Beendigung des Bürgerkriegs
Sri Lanka
In domradio-weltweit machen wir auf die Lage der Menschen im Nordosten des Landes aufmerksam, besonders auf die Situation der Flüchtlinge. Wir sprechen über die Hintergründe des Krieges und gehen der Frage nach, ob der heutige Frieden nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm ist.
Moderation: Simone Bredel
Audio Beitrag
- Sendung zum Nachhören: Sri Lanka (22.6.2009)
- Ein Interview mit Bettina Leibfritz (Asienreferentin von Missio Aachen): Über die Situation der Hilfswerke auf Sri Lanka (22.6.2009)
- Ein Interview mit Justin Siefert (Sri Lanka-Experte am Südasien-Institut in Heidelberg): Sri Lanka nach dem Bürgerkrieg - Nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm? (22.6.2009)
- Ein Beitrag von Christian Schlegel: Singhalesen und Tamilen auf Sri Lanka - Die Ursprünge des Konflikts (22.6.2009)
- Ein Interview mit Justin Siefert (Sri Lanka-Experte am Südasien-Institut in Heidelberg): Hintergründe des Bürgerkrieges auf Sri Lanka (22.6.2009)
- Ein Beitrag von Ina Rottscheidt: Nachrichten aus den Hilfswerken (22.6.2009)
- Ein Interview mit Bettina Leibfritz (Asienreferentin von Missio Aachen): Berichte aus den Flüchtlingscamps (22.6.2009)
- Ein Interview mit : "Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten müssen geprüft werden." (22.6.2009)
- Ein Interview mit Annette Meuthrath (Asien-Referentin im Missionswissenschaftlichen Institut Missio): "Die Katholische Kirche in Sri Lanka spielt eine Schlüsselrolle im Versöhnungsprozess" (22.6.2009)
Links
22.6.2009
Hilferuf aus Sri Lanka
Projekt der Woche
Zielsetzung:
Arbeit mit Menschen, vor allem Kindern und Jugendlichen, psychische Begleitung zur Bewältigung von traumatischen Erlebnissen, Hilfe für eine gesunde menschliche Entwicklung mit gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen.
Das Zentrum in Jaffna erreicht Menschen, die vom Bürgerkrieg, der inzwischen den traurigen Rekord als längsten Bürgerkrieg Asiens hält, gezeichnet sind. Tagtägliche Gewalt und Tod, der Verlust von Angehörigen, Heimat und Besitz bewirken Traumatisierungen bei weiten Teilen der Bevölkerung. Vor allem Kinder und Jugendliche reagieren oft mit Aggression und Angst auch auf kleinere Alltagskonflikte, die Gewalt des Krieges setzt sich auch im täglichen Umgang miteinander fort.
Bislang erreichte das Zentrums mit seinen derzeit 30 MitarbeiterInnen, darunter 12 psychologisch geschulten Fachkräften, über tausend Menschen im Jahr, darunter Schulkinder und deren Eltern, Pfarrangehörige, junge Erwachsene inkl. Seminaristen und Ordensleute, die sich in Ausbildung befinden.
Neben individueller Traumaarbeit mit Kriegs- und Folteropfern werden Gruppen in gewaltfreier Kommunikation geschult, Kurse für eine bessere Selbstwahrnehmung und zur Stärkung des Selbstwertgefühls und zu einem friedlicheren Miteinander gegeben.