TV-Moderator Thomas Gottschalk
TV-Moderator Thomas Gottschalk
Die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg
Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg

12.02.2016

Thomas Gottschalk besucht Jerusalemer Kloster Moderator liest Mönchen vor

TV-Moderator Thomas Gottschalk hat der Jerusalemer Benediktinerabtei Dormitio einen Besuch abgestattet. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, las er den Mönchen auf dem Zionsberg aus seiner Autobiografie "Herbstblond" vor.

Zudem habe er mit ihnen über Armut und Gehorsam geplaudert und dabei eingeäumt, dass er selbst es wohl nie geschafft hätte, diese Gelübde einzuhalten. Fremdeln musste Gottschalk im Kloster dennoch nicht: Der Katholik war als Kind Messdiener und häufig in Kirchen. Sein Gottvertrauen habe ihn sein ganzes Leben begleitet, berichtete er in Jerusalem. Über seine beiden Söhne sagte der Moderator, er bedauere, dass sie zwar die Namen der vier Ninja Turtles kennten, aber nicht die der vier Evangelisten.

Tipps vom Moderator an Prediger

Auf die Frage eines Theologiestudenten, was er als TV-Unterhalter einem Prediger raten könne, sagte Gottschalk laut dem Bericht, die Ansprüche seien seit seiner Kindheit gewachsen. Heute kämen die Menschen freiwillig in die Kirche und wollten sich auch persönlich angesprochen fühlen. Gottschalk hatte für das Treffen in der Dormitio einen privaten Besuch in Israel unterbrochen.

Dormitio Abtei geschichtsträchtiger Ort

Die deutschsprachige Benediktinerabtei gehört als Blickfang zur Silhouette Jerusalems. Sie befindet sich dort, wo nach kirchlicher Überlieferung das Letzte Abendmahl Jesu und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel stattfanden.

Seine Entstehung verdankt das Kloster einem Besuch von Kaiser Wilhelm II. in Jerusalem. Im Oktober 1898 nahm er an der Einweihung der evangelischen Erlöserkirche teil. Auf konfessionelle Ausgewogenheit bedacht, kaufte er auch ein Grundstück, das er dem Deutschen Verein vom Heiligen Land überließ. 1906 trafen die ersten drei Mönche aus der süddeutschen Abtei Beuron ein und begannen mit dem Bau eines Klosters, das an "Mariä Heimgang" (lateinisch: "Dormitio Mariae") erinnern sollte. In den letzten Monaten war es wiederholt zu Schmierereien und anderen Übergriffen auf die Abtei gekommen.

(KNA)

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