Monsignore Georg Austen
Monsignore Georg Austen

26.01.2016

Diaspora-Kommissariat beschließt Mittelvergabe 2016 Fast 5,5 Millionen Euro für Priester und Diakone

Mit fast 5,5 Millionen Euro unterstützt das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe/Diasporahilfe der Priester im Jahr 2016 Priester und Diakone in Mittel-, Ost- und Nordeuropa. Von jedem Priester geht ein Prozent des Gehaltes an das Diaspora-Kommissariat.

Die Priester und Diakone der Nordischen Bischofskonferenz werden mit etwa 4,7 Millionen Euro gefördert. Mit weiteren rund 700.000 Euro werden die Seelsorger in Mittel- und Osteuropa unterstützt. Das beschlossen die Mitglieder des Vergabeausschusses des Diaspora-Kommissariats in Paderborn.

Der größte Teil der Mittel, 2,6 Millionen Euro, wird für die Gehälter der Priester in Nordeuropa benötigt. Aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung können die nordeuropäischen Bistümer ohne diese Gehaltszuschüsse ihre Priester nicht in ausreichender Weise finanzieren. „Die Kirche in Nordeuropa ist im Aufbruch. In einigen Ländern, z. B. in Norwegen, wächst die „Migrantenkirche“ dabei so stark wie sonst nirgendwo in Europa. Trotzdem ist sie in diesen Ländern eine materiell arme Kirche und auf die Solidarität der deutschen Katholiken angewiesen. Die Unterstützung durch das Diaspora-Kommissariat ist ein wertvolles Zeichen der Solidarität von Priestern für Priester“, sagte der Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats, Monsignore Georg Austen.

Zudem finanziert das Diaspora-Kommissariat mit 300.000 Euro Fahrzeuge, die Priester in ihren riesigen Flächengemeinden in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island dringend benötigen. Mit 1,8 Millionen Euro werden der Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen in Nordeuropa gefördert.

Informationen zum Diaspora-Kommissariat

Von jedem Priester geht ein Prozent des Gehaltes an das Diaspora-Kommissariat. Dieses hat die Aufgabe, Priester und Diakone im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz und in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen. 2014 konnte das Diaspora-Kommissariat 5,1 Millionen Euro an Fördermitteln weitergeben. Seit 2014 werden die bewilligten Projekthilfen wie Gehaltsunterstützungen, Motorisierungshilfen und Bauhilfen, zweckgebunden über das Bonifatiuswerk geleitet. Beauftragter des Diaspora-Kommissariats ist der Erzbischof von Paderborn. Er nimmt die Aufgabe mit den Bischöfen von Fulda und Osnabrück wahr. Die Geschäftsführung und Verwaltung des Diaspora-Kommissariats sind dem Bonifatiuswerk angegliedert, so dass auch so eine laufende Projektbegleitung gewährleistet ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der Bischöfe, der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte und des Bonifatiuswerkes.

 

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