23.03.2016

Öffnung der Archive Vatikan gibt Akten aus argentinischer Junta-Zeit frei

Der Vatikan hat die geplante Freigabe von Akten aus der Zeit der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) bestätigt. Zuvor müssten die Dokumente noch katalogisiert werden, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch. 

Im Laufe der kommenden Monate stünden die Akten dann jedoch der Forschung zur Verfügung. Der Generalsekretär der argentinischen Bischofskonferenz, Bischof Carlos Malfa, hatte bereits am Wochenende die Öffnung der Archivbestände aus der Zeit des Junta-Regimes im Heimatland von Papst Franziskus angekündigt.

Bei den Dokumenten handele es sich vorwiegend um Briefe von Angehörigen von Verschwundenen, die die katholische Kirche baten, sich bei den Militärs für ihre verschleppten Verwandten einzusetzen. Die damalige Führung der katholische Kirche in Argentinien wurde häufig beschuldigt, Diktaturverbrechen verschleiert zu haben.

Vergangene Woche hatte auch die US-Regierung die Freigabe von Dokumenten aus Militär- und Geheimdienstarchiven angekündigt. In Argentinien sind etwa 10.000 Oppositionelle und Menschen, die die Militärs dafür hielten, entführt und umgebracht worden. Menschenrechtsorganisationen gehen von einer Gesamtzahl von bis zu 30.000 Opfern aus und beschuldigen die USA, die Militärjunta unterstützt zu haben.

(KNA)

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