Petersdom
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12.03.2016

Vatikan fordert besseren Schutz für verfolgte Christen "Effektiv und verantwortlich"

Der Vatikan hat der internationalen Gemeinschaft mangelnden Schutz von verfolgten Christen und anderen religiösen Minderheiten vorgeworfen.

Sie komme ihrer Pflicht, religiöse Minderheiten vor Kriegen, Gewalt, Verfolgungen und systematischen Verletzungen der Menschenrechte zu schützen, noch nicht "effektiv und verantwortlich" nach, sagte der vatikanische Außenminister Erzbischof Paul Gallagher laut einem am Samstag veröffentlichten Redetext.

Gallagher mahnte zudem ein entschiedeneres Eingreifen der internationalen Gemeinschaft zum Schutz von Demokratien vor Fundamentalismus an. Nötig sei eine "energische und abgestimmte Aktion der Staaten zur Einhaltung der Menschenrechte, des gesamten demokratischen Systems einzelner Staaten und der internationalen Sicherheit". Der vatikanische Außenminister äußerte sich während einer Konferenz des Bistums Rom zum Thema Mission. 

Die Kirche sehe das exponentielle Wachstum der Fälle von Intoleranz, Diskriminierung, Extremismus und Fundamentalismus weltweit mit großer Unruhe, so Gallagher weiter. Religiöser Fundamentalismus jedweder Provenienz sei oft die Ursache für Feindseligkeiten gegenüber Christen und anderen religiösen Minderheiten.  Die Destabilisierung des Nahen Ostens habe die Gewalt gegen Christen weiter verstärkt. In einigen Ländern würden zudem auch Gesetze gegen Gotteslästerung zu einem Instrument gegen religiöse Minderheiten.

(KNA)

Vatikan

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